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Mitgliederversammlung

Am 4. April ging die wichtigste Veranstaltung im Vereinskalender über die Bühne. Der Vorstand wurde von 5 auf 7 Mitglieder erhöht.

Die erste Mitgliederversammlung war mit ca. 50 Teilnehmern ein voller Erfolg. Der Stimmenzähler hatte wenig Arbeit. Die diversen Beschlüsse wurden alle einstimmig entschieden, so die Genehmigung der Jahresrechnung von 2018, sowie das Programm und Budget für 2019. Auch bei der Wiederwahl des bestehenden Vorstand und der Erhöhung von 5 auf 7 Mitglieder herrschte Einigkeit. Wir freuen uns, Moritz Güttinger von Zuriga AG und Mika Lanz von mikas – stadt.fleisch.wurst als neue Vorstandsmitglieder begrüssen zu dürfen. Im Anschluss führten die Gastgeber und Mitglieder Aroma, Freitag und Metall Werk Zürich durch ihre Betriebe und die Mitglieder konnten sich beim Apéro austauschen.

Hier können das Protokoll und der Jahresbericht heruntergeladen werden:

Jahresbericht 2018
Protokoll Mitgliederversammlung

Mit bestem Dank an die Gastgeber: Aroma, Freitag lab. AG, Metall Werk Zürich und Jung seit 1976, Lokales Wasser 37, Turbinenbräu.

Fotomontage
Warum

Wir sind überzeugt.

Wir sind überzeugt, dass in einer aktiven und pulsiven Stadt die Produktion von Gütern wieder einen grösseren Stellenwert erhalten soll und erhalten wird. 

Die Stadt ist im Umbruch: Retailflächen schwinden, Büros stehen leer. Die Produktion ist im Umbruch: Digitalisierung & Automatisierung erlauben dezentrale Herstellung und kürzere, geschlossene Produktionsketten auf kleineren Flächen, näher am Konsumenten. Die Artisanalisierung andererseits macht die Produktion zum Teil des Produkterlebnisses und stellt sie ins Zentrum der Wertschöpfung. Es macht (wieder) Sinn, in der Stadt zu produzieren.

Die «Made in Zürich Initiative» ist eine Plattform, welche «urbane Produktivisten» jeglicher Couleur vereinigt – von Mode- und Möbelmachern, Seifensiedern und Foodkönigen bis zu High-Tech-Firmen und Industriebetrieben – unter einem Label, welches mit Stolz getragen werden kann. Für Produkte, die in Zürich hergestellt werden, schaffen wir mit «Made in Zürich» eine offizielle Herkunftsbezeichnung. 

Geplant sind regelmässige Treffen sowie ein jährlich wiederkehrender, grösserer Anlass. Bestimmt werden diese Aktivitäten durch das Budget und durch die Mitglieder. Die Mitgliederversammlung findet jeweils im ersten Trimester des Jahres statt.

Vorstand und Geschäftsführerin
Wer

Jetzt sind es sieben.

Der Vorstand des Vereins «Made in Zürich Initiative» setzt sich aktuell aus folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Silvio Trionfini, Präsident, FREITAG lab. ag
  • Günther Arber, Stadtentwicklung Zürich 
  • Johannes Eisenhut, Senn Resources AG
  • Markus Freitag, FREITAG lab. ag
  • Moritz Güttinger, Zuriga
  • Mika Lanz, mikas – stadt.fleisch.wurst
  • Anna Schindler, Stadtentwicklung Zürich

Der Vorstand wurde an der Mitgliederversammlung am 4. April 2019 aus dem Kreis der Aktivmitglieder des Vereins von fünf auf sieben Personen erweitert.

Charta

Die Charta des Vereins «Made in Zürich Initiative»

Wer wir sind:

1. Wir sind Unternehmen vom Kleinst- bis zum Industriebetrieb, die in der Stadt Zürich etwas produzieren, montieren, reparieren oder in Stand halten, sowie Personen, Unternehmen oder Institutionen, welche die urbane Produktion in Zürich ideell und/oder finanziell fördern.

2. Wir stehen ein für qualitativ hochstehende Güter und Leistungen und sind überzeugt, dass solche in der Stadt Zürich entwickelt, hergestellt und angeboten werden können und sollen.

3. Wir verstehen den Produktionsstandort Stadt Zürich als Anreiz und Verpflichtung zu Nachhaltigkeit, Innovation und Exzellenz.

Was wir wollen:

1. Wir streben einen höheren Stellenwert und eine bessere Sichtbarkeit des produzierenden Gewerbes in der Stadt Zürich an und fördern dessen Ansiedlung aus anderen Gebieten der Schweiz oder des Auslands.

2. Unsere Haltung bezüglich Ressourcen und Wertschöpfungsketten lautet: «so lokal wie möglich und so global wie nötig».

3. Wir beschäftigen uns mit urbanen Arbeits- und Lebensmodellen und suchen nach fortschrittlichen Ansätzen im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und baulichen Perimeter der Stadt.»

Made in Zürich Initiative, Charta (PDF)
Made in Zürich Initiative, Statuten (PDF)

Logo der Made in Zürich Initiative
Mitgliedschaft

Machen Sie mit!

Auch wer selber nicht produziert, kann die Sache unterstützen und Teil des Netzwerks werden.

Member: Sie produzieren bereits in der Stadt Zürich oder gedenken, einen grösseren Teil ihrer Wertschöpfungskette in die Stadt zu verlagern? Werden Sie «Member of Made in Zürich»! Member sind aktive Vereinsmitglieder und verfügen über ein Stimmrecht. Sie können das Member-Logo in ihrer Kommunikation verwenden. Darüber hinaus können Member, sofern sie nach dem «Swissness-Gesetz» in der Stadt Zürich herstellen, das reine «Made in Zürich» Logo auf ihren Produkten einsetzen.

Kontaktieren Sie uns

Supporter: Sie teilen unseren Ansichten über urbane Produktion und möchten diese fördern? Werden Sie «Supporter of Made in Zürich». Als Supporter (Privatpersonen oder Firmen) können Sie dem Verein als Passivmitglied beitreten und/oder den Verein mit einem offenen Betrag unterstützen. Supporter können an Versammlungen und Events des Vereins teilnehmen und in ihrer Kommunikation das Supporter-Logo verwenden, sie verfügen jedoch über kein Stimmrecht.

Kontaktieren Sie uns

Aktuelle Mitglieder:

Architekturmodelle
Weiterdenken

Weiterdenken

Produktive Arbeit ist ein essentieller Aspekt des Stadtlebens. Im Entwurfskurs der Gastdozenten Schneider Studer Primas im Frühjahrsemester 2018 suchten Architekturstudierende der ETH Zürich nach Programmen und Bauformen, die zeitgemässen Formen der Produktion einen Platz im Herzen Zürichs sichern könnten.

Sie studierten Wertschöpfungsketten, Arbeitsabläufe, soziale Interaktionen und Raumbedürfnisse. Daraus entstanden innovative Programme für urbane Produktionsstätten und Projekte für ausgewählte Standorte. Gemeinsam wurden Antworten auf dringende Fragen gesucht:

Welche Produktionsformen eignen sich für welche städtischen Standorte? 
Welche Bautypologien und Raumstrukturen passen dazu?
Wie lässt sich urbane Produktion ins lokale, räumliche und soziale Gefüge integrieren?
Wie kann sie mit ortsspezifischen Nutzungen kombiniert werden?
Könnten daraus neue, gemeinschaftliche oder öffentliche Räume entstehen?

Delia Wyman: Mode im Hof > Eine Zürcher Blockrandbebauung wie viele andere. Der Schuhmacher, der Secondhandladen und die Wäscherei im Erdgeschoss der Wohnhäuser laufen schlecht und recht - ihnen fehlt die kritische Masse. Dank der neuen Produktionshalle im Innenhof schaffen sie die Wende. Sie wird zur ersten Adresse für alle, die wissen möchten, woraus und von wem ihre Kleider gefertigt werden. Die Schneiderei bietet Infrastruktur um alle Textilideen zu verwirklichen. Ateliers für Lederverarbeitung und Metallgestaltung, ein Hutmacher und eine Gerberei ergänzen das Angebot. Neue Kleider und Accessoires entstehen in exklusiven Kleinserien. Aber auch Weggeworfenes wird repariert, neu kombiniert und als Unikat wiederverkauft. Brückenartige Einbauten mit Blick hinunter in die Produktion ergänzen die bestehenden Läden um neue Ausstellungs- und Verkaufsflächen. 

Dimitri Bartholdi: klammheimlich > Ein Schreiner und ein Schnapsbrenner tun sich zusammen und gründen „klammheimlich“: einen Produktionsbetrieb, welcher aus drei Baumsorten Schnaps brennt und hochwertige Möbel baut. Beide profitieren von der gemeinsamen Marke. Aus den alten Fässern entstehen exklusive Parkettböden und die Holzabfälle der Schreinerei befeuern die Brennöfen. Der Neubau ersetzt ein kleines, in die Jahre gekommenes Wohnhaus in einem Innenhof. Neben den Produktionsräumen von Schreinerei und Brennerei enthält er einen grossen Degustationsraum, welcher auch von den Bewohnern der umliegenden Wohnhäuser als Gemeinschaftsraum genutzt werden kann. Acht attraktive Dachwohnungen überspannen die Anlage und schaffen Realersatz für das abgebrochene Haus.

Jacob Streich: Eine Maschine für die Stadt > Diese Maschine ist so gross wie ein ganzer Wiediker Strassenblock. Kleine und mittlere Firmen aus dem Quartier, aber auch Einzelpersonen mieten Teile von ihr für Stunden, Tage oder Wochen. Die Fabrikate und ihre Macher bewegen sich dem Herstellungsprozess folgend durchs Haus. Für die Menschen gibt es Treppen und Aufzüge, für die Fabrikate dagegen raumgrosse Plattformen, die in Lichthöfen von Geschoss zu Geschoss wandern. Jedes Geschoss ist eine eigene Welt und dient einer spezifischen Form des Produzierens. In der Beletage gibt es vier riesige Montagehallen fürs Grobe, darüber ein offenes Geschoss für Oberflächenbehandlungen wie Streichen, Lackieren oder Spritzen, zuoberst kammerartige Ateliers und Studios für die Feinarbeit. Im Untergeschoss fehlt es nicht an Lagerraum und im öffentlichen Erdgeschoss wird angeliefert, ein- und ausgepackt, zugerichtet und ausgestellt.

Lucien Widmer: Werken über den Geleisen > Wenn man über dem Tramdepot wohnen kann, kann man auch über dem Bahnhof produzieren. Der knappe Boden in der Stadt muss mehrfach genutzt werden. So wird das historische Aufnahmegebäude des Bahnhofs Wiedikon zum Kopfbau einer langgestreckten Werkhalle, die als leichter, vorfabrizierter Holzbau den Bahneinschnitt überspannt. Beidseitig der Halle erhalten diverse grosse und kleine Produktionsbetriebe in flexibel aufteilbaren Einheiten eine Adresse an zentraler Lage. Was oben hergestellt wurde, wird im Erdgeschoss ausgestellt und verkauft. 

Milena Isaak: Kräuterlücke > Zu schmal um Wohnungen zu bauen – aber noch lange breit genug für einen vertikalen Kräutergarten. Die vom Immobilienmarkt verschmähte Baulücke wird zum Angelpunkt eines quartierweiten Netzwerks aus Apotheken, Kräuterläden und Tea Rooms. Die gläserne Struktur entwächst der Lücke und reckt sich über die Dächer der gründerzeitlichen Mietskasernen dem Sonnenlicht entgegen. Im krönenden Glashaus gedeihen wertvolle Heilpflanzen. Ein ausgeklügelter Paternosterlift kann Pflanztröge hinauf und hinunter transportieren, so dass auch die Fassade zum Garten wird. Auf den Plattformen werden die Kräuter zu Salben, Tinkturen, Tees, ätherischen Ölen und Salzmischungen verarbeitet. Im erdgeschossigen Durchgang zum Hof gibt es einen kleinen Verkaufsstand und eine Teeküche.

Raoul Dubois: Eine Kranbahn für Affoltern > Die minimale Infrastruktur für alle, die Grosses planen: ein Dach, eine Kranbahn und ein Werkhof mit ein paar abschliessbaren Projekträumen. Das Ganze wird projektweise vermietet – an einen Tüftler, der sein neues Schiff zusammenbaut, an einen Bildhauer auf der Suche nach dem grossen Massstab oder an einen aufstrebenden Schlosser, dem die Werkstatt für die Endmontage des jüngsten Grossauftrags definitiv zu klein geworden ist. Wenn gerade nicht geschraubt, gestrichen oder geschweisst wird finden Theater, Konzerte oder Ausstellungen statt. Mit immer wieder neuen, spektakulären Aktivtäten prägt das ruppige Bauwerk die strategische Gabelung von Regensdorfer- und Wehntalerstrasse als öffentlichen Ort.

Urbane Produktion, ETH Zürich, Departement Architektur, Gastdozentur: Franziska Schneider, Jens Studer, Urs Primas, Frühjahrssemester 2018, Assistierende: Martin Lepoutre, Amadeo Linke, Barbara Schaub, Studierende: Philippe Airoldi, Dimitri Bartholdi, Jacopo Bianchi, Fiorino Clerici, Raoul Dubois, Nora Heeb, Milena Isaak, Joos Kündig, Lukas Manz, Alice Müller, Ladina Ramming, Caroline Schwarzenbach, Jacob Streich, Lisa Stricker, Michelle Stutz, Mirjam Tröndle, Tobias Wagner, Lucien Widmer, Delia Wymann

Kontakt

Schreiben Sie uns!

Made in Zürich Initiative
Meinrad-Lienert-Strasse 10
8003 Zürich

Bitte beachten Sie, dass unsere Geschäftsstelle nicht besetzt ist. Kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail:

Gabriela Chicherio, Geschäftsführerin
info@madeinzuerich.ch

Bankverbindung:
Zürcher Kantonalbank, Postfach, 8010 Zürich
IBAN: CH24 0070 0114 8020 8421 6